Monografie - Arila Siegert

Arila Siegert
Regisseurin Choreografin Tänzerin
Arila Siegert - Regisseurin, Choreografin, Tänzerin
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Monografie

Arila Siegert -
Tänzerin
Choreografin
Regisseurin


        
"Arila Siegert - Tänzerin Choreografin Regisseurin"   heißt das 240 Seiten starke Buch über sie, das am 16.November 2014 in   einer Matinee der Berliner Akademie der Künste vorgestellt wurde.
Es enthält viele Dokumente, die ein Stück Tanzgeschichte der Moderne   erzählen wie auch viele ihrer Opernproduktionen Revue passieren lassen. Eingeleitet ist das Buch mit einem Foto-Essay von Jim Rakete.   Recherchiert und herausgegeben wurde es von Regine Herrmann im Auftrag   der   Akademie der Künste © 2014,  Best.-Nr. 5038, Preis: 20 €. Die   ISBN-Nr. ist: 978-3-88331-167-8.

Zu beziehen an der Büchertheke der   Akademie der Künste (Hanseatenweg), über Buchhandlungen, im Internet   z.B. bei Amazon, Weltbild oder im Tänzer-Aparthotel   Dresden an der Frauenkirche und bei Dussmann in Berlin.

Zur   Buchvorstellung in Dresden am 01. Feb. 2016
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Aus dem Einführungstext der
Herausgeberin Regine Herrmann
bei der Buchvorstellung:

Vor Beginn aller Recherchen und Überlegungen stand für mich ein   künstlerischer Eindruck: Der Tanz Boléro von Arila Siegert. Dieser Tanz,   Zeugnis einer künstlerischen Zwiesprache zum Thema Leben und Überleben,   den ich im Zusammenhang mit dem Akademie-Projekt Politische Körper   und wenig später zum 80. Geburtstag von Christa Wolf am gleichen Ort   noch einmal sah, war für mich Quelle der Inspiration.

Gegenwärtig und assoziativ wiederkehrend von der 17-minütigen   Tanz-Erzählung blieben die Empathie, die Kraft, die Zuversicht und das   Selbstbewusstsein mit der Arila Siegert nahezu auf einer Stelle sich um   sich selbst bewegte und dennoch die große Bühne raumgreifend füllte.

Ravels Boléro ist eine Metapher für ihre Künstlerbiografie   als Tänzerin, Choreografin und Regisseurin. Der Tanz ist zugleich eine   Hommage an den Ausdruckstanz seit Beginn des 20. Jahrhunderts und an   dessen herausragende Vertreterinnen Dore Hoyer, Gret Palucca, Mary Wigman, Marianne   Vogelsang. Es war Arila Siegert, die Mitte der achtziger Jahre   begann, in der DDR diese Traditionslinien nach jahrzehntelanger   Stigmatisierung als Folge der Formalismus-Debatte von 1952 künstlerisch   wiederzubeleben, weiterzuentwickeln und schrittweise in ihr eigenes   Repertoire aufzunehmen.

Das Buch zeichnet den Prozess der   künstlerischen Entwicklung Arila Siegerts von der Tänzerin zur   Choreografin und Regisseurin anhand von Briefen, Dokumenten,   Arbeitsbüchern, Selbstzeugnissen sowie neuen, eigens für das Buch   geschriebenen Texten und von Fotos nach. Im Mittelpunkt der   Untersuchungen stehen der künstlerische Prozess und die Arbeitsmethodik   von Arila Siegert, erzählt und montiert in mehreren Ebenen.

Da   ist zunächst der in der Akademie der Künste vorhandene reiche, hier   genutzte Materialbestand der Personenarchive nicht nur von Arila   Siegert, sondern auch von Ruth Berghaus, Gret   Palucca, Marie-Luise Strandt, Joachim   Herz, Peter Konwitschny, Hans Dieter   Schaal, Gerhard Wolfram inklusive der   Dokumentationen zu Inszenierungen, des Archivs des Tanztheaters der   Komischen Oper, des Verbandes der Theaterschaffenden der DDR und des   Historischen Archivs der Akademie der Künste.

Das Zusammenspiel   mit den Funden aus allen Akademiearchiven, die einen möglichen Bezug zum   künstlerischen Schaffen von Arila Siegert haben, barg Überraschungen und   wichtige Erkenntnisse. Dieser Erkenntnis-„Anbau“ beruht auf der   intelligenten Archivstruktur in der Darstellenden Kunst. Weitere Archive   waren die Archive des Staatsschauspiels und der Semperoper Dresden. Zu   ihrer Arbeit als Opernregisseurin gab zudem die instruktive Website von   Arila Siegert Auskunft über alle Operninszenierungen. Die   werkbiografische Erzählung, der Montagecharakter auf der Basis von   Dokumenten wurde durch die fast exzessive Nutzung überhaupt erst   möglich.

Die Stringenz, mit der Arila Siegert ihr künstlerisches Vokabular   aufbaut und erweitert – ein Prozess, der nicht abgeschlossen ist und mit   jeder neuen Arbeit Zugewinn erfährt –, wird über die Vielgestaltigkeit   des Materials anschaulich, nachvollziehbar. Die Dokumente geben dem Buch   durchweg eine hohe Authentizität. Arila Siegert hat aus heutiger Sicht   dieses historische Material sparsam kommentierend ergänzt und vertieft.   Darüber hinaus reflektieren Lehrer, Künstlerkollegen und Wissenschaftler   ihre künstlerische Arbeit, sie unternehmen einen ersten Versuch einer   historischen Einordnung des Werks.

Ein besonderer Blick auf die   Tänzerin Arila Siegert gelingt dem Fotografen Jim Rakete   in seinem Atelier. Über 500 Aufnahmen in unterschiedlichen Perspektiven   und Raumsituationen sind zu ihrem Tanz Boléro entstanden, den   sie eigens für diesen Zweck dort mehrfach tanzte.

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In einem Vortrag am 14.11.2014 am Institut für   Theaterwissenschaft der Universität Leipzig hat Regine Herrmann   über ihre Arbeit an dem Buch berichtet, zugleich ein kurzer Abriss der   Biografie von Arila Siegert. Hier ist der dazu verfasste Text (als PDF), der   zugleich ein sehr guter Abriss der Entwicklung von Arila Siegert ist.

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Kritiken zum Buch:
-in tanznetz.de von Volkmar Draeger: "...eine so liebevolle wie   notwendige Publikation"

Arila Siegert Regisseurin Choreografin Tänzerin
Ihre Inszenierungen gelten als körperbetont, bildkräftig, akribisch ausgefeilt, poetisch-sensibel, filigran zumal in der Chorführung. Von der Musik her entwickelt sie ihre Szenografien. Arila Siegert kommt vom Tanz, lernte bei Palucca. Eine "Ausnahmekünstlerin" nannte sie ein Washingtoner Kritiker.
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